so fing es an ... PDF Drucken E-Mail

 

Das wunderschön gelegene Freibad Oberglinde hat eine etwa 70jährige Geschichte. Wenn man auf die Entstehung des Gewässers eingehen will, muss man allerdings noch ein wenig weiter in den Annalen der Gemeinde Moorrege zurückblättern.

Wahrscheinlich gehörten die Ländereien, in denen das heutige Freibad liegt, bis 1602 dem Grafen Ernst von Holstein-Schaumburg.

Das Vorhandensein größerer Tonlager in diesem Gebiet führte 1880 zum Bau der Alsenschen Portland-Zementfabrik.

Am 26.6.1938 wurde die Tonkuhle dann zum Freibad und an Privatpersonen verpachtet, die hier Getränke und Süßigkeiten verkauften und nebenbei den Eintritt kassierten, der in den 50iger Jahren für Kinder etwa 1 oder 2 Groschen betrug. Es bestand lediglich ein Holzgebäude für einen Verkaufskiosk und nach heutigem Standard wohl kaum noch vorstellbare WC- und Umkleideanlagen.

Lange Zeit existierte im Freibad aber auch ein Sprungturm als besondere Attraktion.

1950 erhielten die Papier- und Zellstoffwerke AG „Feldmühle“ ein Abpumprecht. Etliche Male war der Wasserstand deshalb im Freibad so niedrig, dass man ein paar Meter gehen musste, um endlich nasse Füße zu bekommen oder gar schwimmen zu können. Interne Umweltschutzmaßnahmen bei der heutigen Stora Enso haben dazu geführt, dass der Frischwasserverbrauch ständig reduziert und im Kreislauf befindliches Wasser mehrfach genutzt wurde und wird.

Die DLRG übernahm bald die Badeaufsicht im Freibad.

1973 standen die Pachtverträge für das 185.000 qm große Gelände, von dem rund 85.000 qm dem Badebetrieb dienen, erneut zur Verlängerung an sowie die Neugestaltung des Freibades.

Gegenwärtig trägt Uetersen 72,1 %, Moorrege 27,9 % der Betriebskosten.

Von verschiedenen Seiten wurden im Laufe der Jahre einzelne Projekte, wie z.B. ein Wanderweg um das Freibad herum, ein Grillplatz oder ein gemauertes Planschbecken für Kinder, ein Campingplatz oder ein Saunabetrieb, in die Diskussion gebracht.

2005 wurde dann ein völlig neues Konzept bekannt, das einen Erlebnispark vorsah. Zur Abwehr dieses überdimensionalen Vorhabens bildete sich eine Bürgerinitiative, woraus sich der Förderverein Naturbad Oberglinde entwickelte.

Das Freibad Oberglinde erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit, nicht nur bei Gästen aus Moorrege und Uetersen, sondern auch aus anderen Umlandgemeinden. Für viele Hamburger hat es sich zu einem Geheimtipp entwickelt, was man an schönen Tagen an den zahlreichen Fahrzeugen mit HH-Kennzeichen erkennen kann.

Die Wasserqualität befindet sich fast ausschließlich im oberen Bereich.

 

Das Naturbad Oberglinde war und ist ein Kleinod für Badegäste, Naturfreunde, Angler und mit dieser Region seit Kindheit verbundenen Personen.

 

Kurzfassung zum Bericht von Uwe Mahnke

 

Wer den interessanten Bericht komplett lesen will, findet ihn

hier...

 
Förderverein Naturbad Oberglinde e.V.